EINZELWERKE

José Sánchez de Murillo

Menschwerdung

Grundlegung der Weiblichen Ontologie

AUFGANGVERLAG
Lektorat
Renate Elisabeth Bürckmann
Buchgestaltung
Rüdiger Haas
Umschlaggestaltung und Abbildung
Hermann Rudorf
Paperback
15,3 x 23,2 cm
266 Seiten
EUR 24,50
ISBN 978-3-9828645-0-1
E-Book
ISBN 978-3-9828645-1-8


Cover Menschwerdung

Die Ur-Frage der Philosophie „Was ist der Mensch?“ hat erste Priorität, wenn ein friedliches Zusammenleben wirklich entstehen soll. In der Philosophie von José Sánchez de Murillo geht es um die lebendige, im jeweiligen Lebensentwurf praktizierte Mitmenschlichkeit mit einem auf Selbst-Erkenntnis und Kooperation ausgelegten Denken, das das Leben des Einzelnen trägt. Mit dieser Haltung berichtet der Autor von der Mitte des Menschseins und vom Weg der Menschwerdung. Die Tiefenphänomenologie verweist auf den Menschen als mitfühlendes Wesen. Auf der Grundlage des Erlebens der lebendigen Schau des Ursprungs und der Geburt der Dinge erhellt sie Böhmes Natursprache im dichtenden Sprechen, verweist auf die Transrationalität des Erkennens, die Transpersonalität des Daseins und versteht sich selbst als wissenschaftskritische Instanz. Eine besondere Bedeutung hat das Phänomen der „Nacht“, in der der Mensch existentiell-ursprüngliche Erfahrungen macht. Beim Kern mystischen Erlebens geht es um die Schau des inneren Zentrums, das sich daraus ergebende verändernde Denken und die damit einhergehende neue Lebenshaltung.

Das vorliegende Werk des Philosophen und Dichters vertieft die Phänomene des philosophisch-mystischen Denkens. Der Autor beleuchtet ausführlich die Welt des „weiblichen Sehens“, zu dem die Geschichtsbücher bisher kaum Zugang fanden. Sánchez stellt dem Patriarchat kein Matriarchat entgegen, sondern verweist auf die positive Kraft des Weiblichen, dessen Erleben zur Menschwerdung notwendig ist und das Patriarchat in ein gleichgestelltes menschliches Gemeinwesen transformieren kann. Diese Kraft zeigt sich im Sich-Hineinversetzen-Können in den Anderen, im Phänomen der Empathie und der Liebe. Fehlt sie, bleibt der Mensch ohne echten Bezug zu Natur und Kosmos in sich selbst gefangen und damit das falsche Maß der Dinge.

Der Mensch lernt, auch die Schattenseiten des Lebens in sich selbst zu sehen, zu akzeptieren, und in der rechten Weise damit umzugehen. Die damit verbundene Lebenshaltung zielt auf das (philosophische) Seinlassen und die (philosophische) Gelassenheit. Wenn männliches Denken und weibliches Sehen in ein lebendiges Gleichgewicht – die Mitte – kommen, entsteht wahrhaft „menschliches Denken“. Der Mensch, der gelernt hat, im natursprachlichen Geiste dichtend zu sprechen, gelangt zur Lebens-Tiefe und dringt zu Weisheit und Mitmenschlichkeit vor. Hier geht es nicht mehr um Wahrheit, sondern um Wahrhaftigkeit. Die Sprache verändert sich am Ende hin zur Ebene der philosophischen Dichtung. Die vom Autor geschaffene mythologische Gestalt des Ratjahama spricht über die Tiefe der Existenz. Sie erzählt vom Ursprung der Schöpfung und verweist auf die Notwendigkeit der Betrachtung der eigenen Lebensgeschichte. Aus der Mitte des Herzens erschafft der Autor eine eigene philosophische Mythologie. Worte, die die Seele berühren. 


José Sánchez de Murillo

AURORA

Tiefe und Schönheit des Christentums
Roman

AUFGANGVERLAG
Lektorat
Renate Elisabeth Bürckmann
Layout und Abb. Umschlag
Hermann Rudorf
15,4 x 23,2 cm
256 Seiten
2021
Paperback
ISBN 978-3-945732-30-4
EUR 19,90

Cover AURORA

Die Erosion der christlichen Kirchen ist zu einem aktuellen, tiefgreifenden Problem geworden. Viele Mitglieder kehren den Glaubensgemeinschaften den Rücken. Der Autor José Sánchez de Murillo führt in diesem Roman seine Protagonisten zu den mystischen Fundamenten des Christentums und zur Wiederentdeckung der Person Jesu. Dabei erweist sich der philosophische Leitfaden des Kirchenvaters Thomas von Aquin als brüchig. Die christliche Neuorientierung, die hier gemeinschaftlich in einem Forschungs- und Lebensprojekt entworfen wird, rückt die Philosophie der großen Mystiker, insbesondere den deutschen Vorsokratiker Jakob Böhme, in den Mittelpunkt. Dieser Ansatz kommt einer Umkehr gleich. Der Mensch findet zurück zu einer ursprünglichen, biblisch und philosophisch fundierten Jesus-Nachfolge, ruhend auf der Demut vor der Schöpfung, auf dem Gleichgewicht weiblicher und männlicher Kräfte, auf Gerechtigkeit und Nächstenliebe.

Inhalt
Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben. (Matthäus-Evangelium 16, 18-19) Der sterbende Papst Bonaventura aber kommt zu dem Schluss: „Herr Jesus, erbarme dich meiner. Wir haben versagt. Was wir zustande gebracht haben, hat kaum etwas gemein mit dem, was du wolltest“. Er erkennt die dringende Notwendigkeit einer tiefgreifenden Reform seiner Kirche. Gesellschaftliche Verwerfungen und Naturkatastrophen legen die Zerbrechlichkeit des Weltsystems offen. Zwei Studenten an der Universität Lille fühlen sich vom Schicksal füreinander bestimmt: der Hieronymiter-Mönch Paul Benoît und die Pariser Journalistin Inès Saldupont. Ihre wachsende Liebe lässt sie in einen inneren Konflikt geraten, denn er möchte Mönch bleiben. Sie finden durch das „Immerwährende Gebet“ (Herzensgebet) des russischen Pilgers zu ihrer gemeinsamen Mitte. Sie reisen nach Bethlehem und werden von Gott mit einem Jesus-Erlebnis beschenkt. Daraufhin suchen sie die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten um eine umwälzende Erneuerung der christlichen Welt anzustoßen. Eine Burg zu Görlitz, Jakob Böhmes Wirkstätte, wird zum Herzzentrum ihrer Vision.


José Sánchez de Murillo
Eine Krankheit unserer Zeit:

GIER


AUFGANGVERLAG
14 x 20 cm
308 Seiten
2018
Paperback
ISBN 978-3-945732-24-3 
EUR 11,98

„Eine Krankheit unserer Zeit: Gier “ von José Sánchez ist das Gegenstück zu „Sehnsucht“ und bildet mit diesem zusammen eine Einheit. Diese Bücher als die zwei Seiten des einen Grundkonzepts erläutern jedem Interessierten, warum der Mensch heute wie einst so handelt, wie er handelt, und warum die Welt so aussieht, wie sie aussieht.

Es wird geklärt, was die Gier ist und woher sie kommt. Sie ist zu einer epochalen Suchtkrankheit mit spezifischem Krankheitsbild geworden. Der pathologische, selbstzerstörend wirkende Charakter des medialen Geschehens (Journalismus und Institutionalisierungen) wird detailliert beschrieben. Es gibt aber auch Kräfte, die dieser Tendenz entgegenwirken: Menschen im Kampf gegen die Gier (Weltbewusstsein, Weltethos, „homo deus“, monastisches Geschehen). Der Autor zeigt, warum Reformen häufig scheitern und inwieweit die Gier in ihre Schranken gewiesen werden kann.


José Sánchez de Murillo

ÜBER DIE SEHNSUCHT

Urgrund und Abgründe     

AUFGANGVERLAG
14 x 20 cm
352 Seiten
2015
Paperback
ISBN 978-3-945732-06-9  
EUR 12,90

Die sprachgeschichtliche Untersuchung des Wortes Sehnsucht führt zum Tiefenphänomen, das sich als verborgene Quelle der Unruhe des Menschen – seiner Verwirrung und seiner Kreativität – erweist.
Es werden der Drang zum Du, die Kraft des Aufgangs („Kindheit“), der Bezug zur Natur (Meer, Berg, Wüste, Weltall) erhellt, die „Labyrinthe der Seele“ exemplarisch – von Odysseus bis Einstein – herausgestellt, antike Mythologien sowie Konstruktionen der abendländischen Denkgeschichte (Vernunft, Geist, Wille, Freiheit) neu erläutert – eine anspruchsvolle, doch zugängliche Abhandlung.

„Das Buch ist in deutscher Sprache gedacht, aber für jeden Menschen geschrieben“ (Aus dem Vorwort des Autors).


Luise Rinser und Ernst Jünger

BRIEFWECHSEL 1939 - 1944

Mit einer Erzählung aus dem Nachlass Luise Rinsers und einem einführenden Essay von Benedikt Maria Trappen      

AUFGANGVERLAG
14 x 20 cm
108 Seiten
2015
Hardcover ISBN 978-3-945732-09-0
EUR 14,90
Paperback ISBN 978-3-945732-06-9
EUR 9,40
eBook ISBN ISBN 978-3-945732-11-3
EUR 3,90

Leben und Werk Luise Rinsers (1911 - 2002) können, dem Grundverständnis ihres Biografen José Sánchez de Murillo folgend, exemplarisch als epochaler Versuch der Verwirklichung des Menschlichen vom Weiblichen her verstanden werden. zu den Grundbedingungen dieses Versuches gehört es, Geist und Eros in eine fruchtbare Spannung zu bringen. Bedeutende geistvolle Männer spielen daher im Leben Luise Rinsers immer wieder eine wichtige Rolle, einige von ihnen vor allem als Briefpartner. Zu diesen gehört neben Franz Seitz und Hermann Hesse in den frühen Jahren auch Ernst Jünger. Mit wem, wie, warum, zu welchem Zeitpunkt, zu welchem Zweck sucht Luise Rinser den brieflichen Kontakt? Was weiß sie von ihren Briefpartnern? Welches Bild hat sie von ihnen? Was wissen diese von ihr? Was erhoffen sie? Was befürchten sie? Was bewirkt der Austausch – bei ihr und bei ihren Briefpartnern? Wie verhalten sich Alltagsrealität, Briefwirklichkeit und Schriftstellerei zu einander? Welche Bedeutung kommt der Zeitgeschichte zu? – Dies sind Leitfragen, die dazu dienen sollen, den Briefwechsel zwischen Luise Rinser und Ernst Jünger zu erhellen, um das Tiefenphänomen dieses schöpferischen Lebens deutlicher sichtbar werden zu lassen. Beigefügt ist eine bislang unveröffentlichte aufschlussreiche Erzählung, die die junge Autorin ihrem Vorbild gewidmet hat.


Luise Rinser und Hermann Hesse

BRIEFWECHSEL 1935 - 1951

Mit einem einführenden Essay von Rüdiger Haas und dem Vortrag von Luise Rinser Hermann Hesse und die fernöstliche Philosophie sowie ihrem Aufsatz Hermann Hesse von 1947

AUFGANGVERLAG
14 x 20 cm
164 Seiten
2017
Hardcover ISBN 978-3-945732-15-1
EUR 15,90
Paperback ISBN 978-3-945732-16-8     
EUR 9,40  

Leben und Werk Luise Rinsers (1911 - 2002) können, dem Grundverständnis ihres Biografen José Sánchez de Murillo folgend, exemplarisch als epochaler Versuch der Verwirklichung des Menschlichen vom Weiblichen her verstanden werden. zu den Grundbedingungen dieses Versuches gehört es, Geist und Eros in eine fruchtbare Spannung zu bringen. Bedeutende geistvolle Männer spielen daher im Leben Luise Rinsers immer wieder eine wichtige Rolle, einige von ihnen vor allem als Briefpartner. Zu diesen gehörte – neben Franz Seitz und in den frühen Jahren Ernst Jünger – vor allem Hermann Hesse. Mit wem, wie, warum, zu welchem Zeitpunkt, zu welchem Zweck sucht Luise Rinser den brieflichen Kontakt? Was weiß sie von ihren Briefpartnern? Welches Bild hat sie von ihnen? Was wissen diese von ihr? Was erhoffen sie? Was befürchten sie? Was bewirkt der Austausch – bei ihr und bei ihren Briefpartnern? Wie verhalten sich Alltagsrealität, Briefwirklichkeit und Schriftstellerei zu einander? Welche Bedeutung kommt der Zeitgeschichte zu? – Dies sind Leitfragen, die dazu dienen sollen, den Briefwechsel zwischen Luise Rinser und Hermann Hesse zu erhellen, um das Tiefenphänomen dieses schöpferischen Lebens deutlicher sichtbar werden zu lassen. Beigefügt ist ein Vortrag Luise Rinsers, den sie 1978 anlässlich der Hesse-Woche in Berlin gehalten hat: Hermann Hesse und die fernöstliche Philosophie.